Wie gefährlich ist Cholesterin?

Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung hat ein Drittel der Bevölkerung zu viel Cholesterin im Blut. Aber schon länger weiß man auch: es gibt gutes und schlechtes Cholesterin. Dr. Elisa Waldmann vom Klinikum Großhadern erklärt, worauf es ankommt.

Ärzte reagieren inzwischen gelassen darauf, wenn sie bei der Vorsorgeuntersuchung zu hohe Cholesterinwerte bei ihren Patienten diagnostizieren. Etwas zu viel Fett im Blut scheint der Normalfall geworden zu sein, weil wir uns trotz der damit verbundenen Risiken, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, nicht wirklich gesund ernähren. Woher aber kommt der Stoff, der unser Leben bedroht, und was kann ich dagegen tun?

Neben dem Teil, den unser Körper selbst herstellt, nehmen wir Cholesterin hauptsächlich über tierische Lebensmittel auf. Zunächst ist dieser Fettstoff wichtiger Bestandteil der Zellwände sowie Ausgangssubstanz für Gallensäure und Sexualhormone. Da es nicht wasserlöslich ist, wird es verpackt in eiweißhaltigen Hüllen, den so genannten Lipoproteinen, von der Leber zu den verschiedenen Organen und wieder zurück transportiert. Wann aus diesem lebenswichtigen Vorgang ein Problem wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Gibt es Risikofaktoren zum Beispiel für Herz-Kreislauferkrankungen, wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Nikotinkonsum, sollten die Blutfettwerte deutlich niedriger als bei anderen Patienten sein. Beurteilt wird das letztlich vom behandelnden Arzt, der auch das Verhältnis zwischen dem in zu großer Menge schädlichen LDL mit dem des HDL-Cholesterins vergleicht, das bei hohen Werten vor Gefäßverkalkung schützt.

Wenn die Werte zu hoch sind
Erste Maßnahme bei einer entsprechenden ärztlichen Diagnose sollte eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten sein. Dabei kommt es ganz entscheidend darauf an, mit Fett bewusst und vor allem mit tierischen Fetten sparsam umzugehen. Dazu einige Grundregeln, um die Aufnahme gesättigter Fettsäuren auf Anhieb zu reduzieren:

  • Bei allen tierischen Lebensmitteln mit Ausnahme von Fisch die mageren Sorten wählen.
  • Butter, Sahne, Schmalz, Speck und Kokosfette sehr sparsam verwenden.
  • Bei verarbeiteten Lebensmitteln wie Pizza, Gratins, Rahmgemüse, Feinkostsalaten, Dressings und Kuchen auf versteckte Fette achten.


Ein weiterer wichtiger Schritt ist es, stattdessen reichlicher mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren zu sich zu nehmen. Besonders geeignet sind:

  • Fetter Seefisch (kein Aal oder Räucherfisch!).
  • Lein- und Hanföl.


Laut dem Cholesterin-Experten Volker Schmiedel sollten zudem besonders häufig pflanzliche und damit cholesterinfreie Lebensmittel auf den Tisch kommen. Dazu zählen unter anderem Vollkorngetreide, Nudeln und Reis, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Um die Blutfettwerte zu senken und das Herz zu schützen, sei es außerdem wichtig, regelmäßig Sport zu treiben, aufs Rauchen zu verzichten und Übergewicht abzubauen.

Natürliche Helfer aus der Apotheke
Ergänzend zu einer gesunden Lebensweise können auch natürlich wirksame Arzneimittel aus der Apotheke helfen, zu hohe Blutfettwerte wieder in den Griff zu bekommen. Bekannt für ihren positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel ist die Artischocke: Extrakte aus dieser Heilpflanze können dazu beitragen, das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin zu verbessern. "Die Einnahme eines Artischocken-Präparates sollten Sie mit einer sehr ballaststoffreichen Kost oder sogar mit einem zusätzlichen Ballaststoffpräparat verbinden", rät Chefarzt Schmiedel. Wird Artischocke nicht vertragen, kann Gelbwurz (Curcuma) eine Alternative sein.

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