Verbraucher wünschen sich einen transparenteren Umgang mit Lebensmitteln

Mit dem Inkrafttreten der neuen Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) am 13. Dezember 2014 hat der deutsche Gesetzgeber eine EU-Vorschrift umgesetzt, die Aufklärung durch zusätzliche Hinweise auf den Lebensmittelverpackungen bieten will. Doch welche Rolle spielen Informationen auf Verpackungen überhaupt für die Verbraucher? Fühlen sie sich damit tatsächlich in die Lage versetzt, die Qualität von Lebensmitteln kompetent zu beurteilen? Zu Fragen wie diesen hat die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) eine umfassende Studie mit rund 1.000 Teilnehmern durchgeführt. Zusätzlich wurden Verbraucher bei ihrem Lebensmitteleinkauf begleitet.



Dabei hat sich gezeigt, dass bis zu 77 Prozent der befragten Verbraucher grundsätzlich einen transparenteren Umgang mit Lebensmitteln wünschen. Ihnen gibt sowohl eine leicht verständliche Lebensmittelkennzeichnung als auch gut geschultes Verkaufspersonal mehr Sicherheit beim Einkauf.

58 Prozent der Befragten sprechen sich selbst eine hohe Kompetenz bei der Beurteilung von Lebensmitteln zu. Die übrigen 42 Prozent der Studienteilnehmer fühlen sich nicht sicher, wenn sie Lebensmittel selbst prüfen sollen.

Wichtigste Informationsquelle für Verbraucher ist die Verpackung: Während 68 Prozent der Deutschen Angaben direkt am Produkt für nützlich halten, finden nur 29 Prozent Hinweise hilfreich, die am Point of Sale abrufbar sind (z. B. QR-Codes). Knapp die Hälfte der Befragten (48 Prozent) glaubt allerdings auch, dass bei der Lebensmittelkennzeichnung "getäuscht" wird.

LMIV zwar wenig bekannt, aber mit positiven Erwartungen verbunden
Zum Zeitpunkt der Datenerhebung im Oktober/November 2014 wussten lediglich 15 Prozent der Befragten, dass die neue LMIV Mitte Dezember 2014 in Deutschland in Kraft tritt. Knapp die Hälfte - genauer gesagt 48 Prozent der Menschen - konnte außerdem keine Aussage darüber machen, was die Verordnung regelt. Allerdings gaben 78 Prozent der Menschen an, dass sie Verpackungsangaben stärker nutzen würden, wenn sie wüssten, dass diese durch die neue LMIV einheitlich geregelt sind. Besonderen Wert legen Verbraucher auf das Mindesthaltbarkeitsdatum: So spricht sich die große Mehrheit der Befragten dafür aus, dass das MHD auf jeder Verpackung vorhanden sein sollte (83 Prozent). Eine ähnlich große Zahl (84 Prozent) stuft die Angabe des MHD sogar als "nützlich" ein.

Die 10 wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

    Bis zu 77 % der Studienteilnehmer wünschen sich einen transparenteren Umgang mit Lebensmitteln.
    65 % der befragten Verbraucher beurteilen die Lebensmittelsicherheit in Deutschland als „gut“ oder „sehr gut“.
    Knapp die Hälfte der Befragten (48 %) glaubt, dass bei der Lebensmittelkennzeichnung „getäuscht“ wird.
    58 % der Befragten sprechen sich selbst eine hohe Kompetenz bei der Beurteilung von Lebensmitteln zu, während sich die übrigen 42 % der Studienteilnehmer nicht sicher fühlen, wenn sie Lebensmittel prüfen sollen.
    Wichtigste Informationsquelle für Verbraucher ist die Verpackung: Während 68 % der Deutschen Angaben direkt am Produkt für nützlich halten, finden nur 29 % Hinweise hilfreich, die am Point of Sale abrufbar sind .
    Über Mindesthaltbarkeitsdatum und Marke fühlen sich Verbraucher durch die Verpackungsangaben am besten informiert, über Allergene und Geschmack am schlechtesten.
    Die große Mehrheit der Befragten spricht sich dafür aus, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum auf jeder Verpackung vorhanden sein sollte (83 %).
    Zum Zeitpunkt der Datenerhebung im Oktober/November 2014 wussten lediglich 15 % der Befragten, dass die neue Lebensmittelinformationsverordnung Mitte Dezember 2014 in Deutschland in Kraft tritt. Dementsprechend konnte knapp die Hälfte der Menschen keine Aussage darüber machen, was die Verordnung regelt.
    78 % der Menschen gaben an, dass sie Verpackungsangaben stärker nutzen würden, wenn sie wüssten, dass diese durch die neue Lebensmittelinformationsverordnung einheitlich geregelt sind.
    Bis zu 59 % der Deutschen sind so genannte Smart-Shopper: Ihr vorrangiges Ziel ist es, ihren persönlichen Produktnutzen zu optimieren.

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